Sirius Hundeschule

Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

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Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

In meinen Artikeln waren schon ein paar Mal Ausdrücke wie

  • ein Hund denkt
  • bewältigt selber Situationen
  • lernt mit Situationen klar zu kommen

zu lesen.

Viele Hundehalter sind der Meinung, dass der Hund überhaupt nicht selber denken muss. Dies wird oft in den Hundeschulen auch so vermittelt. Ängste, wie die Kontrolle über den Hund zu verlieren oder der Hund könne den Menschen dominieren( s.auch hier) kommen auf. Der Hund hat nicht zu denken, sondern den Kommandos zu folgen, der Mensch übernimmt das denken für ihn. Sind die Menschen dann aber in der Lage, immer auf den Punkt genau mit ihren Kommandos präsent zu sein, wenn dies erforderlich ist? Sind sie nie abgelenkt? Sind sie souveräne Hundeführer, wenn Ängste sie zu Kommandos zwingen? Denken sie in den Situationen gleich wie ihr Hund?

Der Hund denkt

Ein Kind, welches nie gelernt hat mit Ängsten umzugehen, Aufgaben selber zu lösen oder etwas selbstständig zu lösen, wird später im Leben meistens auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen sein.
Genau gleich ist es beim Hund. Ein Hund welcher über Kommandos geführt wird, hat nie gelernt zu denken und Situationen selber zu bewältigen. Fehlt ihm einmal ein entsprechendes Kommando, weiss er nicht wie er mit der Situation umgehen muss.

Mein Hund war ein zurückhaltender Hund (ich bin sehr dankbar dafür, dass er so war, denn nur so konnte ich viel bei ihm lernen!). Mit Kindern und Kinderwagen hatte er von Anfang an seine Probleme. Wie habe ich nun dieses Problem gelöst?

Vermutlich hätten viele Hundetrainer mir geraten, möglichst viel mit ihm unter Kinder zu gehen, um ihn auf Kinder zu sozialisieren. Mit Kommandos wie Sitz oder Platz hätte ich ihn dann in eine ruhige Position bringen sollen. Aber wäre so die Angst vor den Kindern verschwunden? Würde einem Menschen die Angst vor Spinnen genommen, wenn man ihn in einen Raum voller Spinnen sperren und ihm dann sagen würde,er solle sich jetzt hinlegen? Nein.

Wie habe ich nun aber das Problem mit den Kindern gelöst? Es war ja nicht so, dass Kinder für meinen Hund etwas Fremdes waren, er hatte bereits zusammen mit seinen Wurfgeschwistern Kontakt zu ihnen gehabt. Hier wäre interessant zu wissen, wie er diese Begegnungen verknüpft hat.

Ich bin also den Weg über die Alltagssituationen gegangen. Kam jemand mit einem Kind auf uns zu, beobachtete ich genau die Körpersprache meines Hundes. Möchte er auf diesem Wege weitergehen, lieber ausweichen oder möchte er sich lieber einfach hinsetzen und schauen? Ich war bei ihm, um ihm aus der Situation zu helfen, wenn er das wollte.

Am Anfang war es so, dass mein Hund in ziemlich grosser Distanz an den Kindern/Kinderwagen vorbeigehen wollte. Ich bin dann in einem Bogen ausgewichen und habe ihm den zusätzlichen Raum der 3 m Leine gewährt. So konnte er sich noch mehr entfernen oder die Distanz verkleinern – ich gab ihm eine Wahl, wie er mit der Situation umgehen konnte. Mit der Zeit brauchte er nicht mehr so viel Distanz, wurde neugieriger. Dann kam die Phase, wo er sich hinsetzte und einfach nur schaute, was auf ihn zukommt. Dabei blieb er ruhig und entspannt, zeigte Interesse. Waren die Menschen vorbei, liess ich ihn auf ihren Spuren schnüffeln. Er durfte sie auf seine Weise kennenlernen.

Was es bei solchen Übungen braucht, ist Einfühlungsvermögen, Geduld und Zeit. Dafür kann man sich sicher sein, dass sein Hund Situationen, sei dies nun mit Kinder, anderen Hunden oder sonstigen Begebenheiten gut lösen wird können, weil er den Weg für sich selber und in seinem Tempo hat gehen können.