Verhaltensauffälligkeiten

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Verhaltensauffälligkeiten

Verhaltensauffälligkeiten bei Hunden werden manchmal von den Menschen nicht erkannt. Der erste Weg führt deshalb nicht zuletzt oft zum Tierarzt (welcher dann mit Medikamenten versucht, eine Veränderung herbeizuführen) oder zu für mich zum Teil fragwürdigen “Hundepsychologen”.

Verhaltensauffälligkeiten können sein:

  • Mobbing-Verhalten gegenüber anderen Hunden (zu direkte Begegnung, auf Hunde losstürzen und niederwalzen)
  • Aggressionsbereitschaft gegenüber Hunden oder Menschen
  • Leinenaggression
  • Selbstzerstümmelung
  • Zerstören von Gegenständen der Wohnungseinrichtung
  • Angstbeissen
  • Übermässiges Körperkratzen oder in den Schwanz beissen
  • Schreckhaftigkeit
  • Übermässige Angst
  • Hypersexualität (Aufsitzen)
  • Trennungsangst
  • Extremes Bellen
  • Übermässigen Durchfall (wird oft unterschätzt – ein grosser Stressfaktor)
  • usw.

Es gibt verschiedene Gründe, wie es zu diesen Verhaltensauffälligkeiten kom-men kann.

  • Ständige Überforderung, Stress
  • Unterforderung (z. B. Zwingerhaltung, Kettenhaltung, keine Zeit für den
    Hund usw.)
  • Zu kurze oder zu wenig Ruhezeiten
  • Schlechte Welpen-/Junghundprägung
  • Missachten oder übergehen der Körpersprache des Hundes
    (Beschwichtigungssignale)
  • Schlechte Erlebnisse
  • Die Gesundheit
  • Die Fütterung
  • Unbewusste falsche Erziehung durch den Mensch
  • usw.

Mit viel Zeit und Geduld, Beobachtungen, Konsequenz und lesen der Körpersprache können die meisten Verhaltensauffälligkeiten bei den Hunden wieder abgebaut werden. Ein schönes Beispiel ist im Artikel Leon und Wakass beschrieben.

Lehnen Sie Trainingsmethoden ab, welche mit fragwürdigen Hilfsmitteln wie z. B. Würge-, Sprühhalsbänder (bitte hier lesen), Haltis oder gar Telereizgeräten erfolgen. Eine gesunde “Korrektur” der Verhaltensauffälligkeiten kann auch nie in ein paar Stunden oder Tagen erfolgen. In so kurzer Zeit kann höchstens ein Tier gebrochen werden. Es resigniert.
Begegnen Sie TV-Sendungen über Trainingsmethoden bei Hunden kritisch.

Kopfspiele, tägliche Spaziergänge, wechselnde Umgebungen, Motivation und gute gemeinsame Erlebnisse bieten Gelegenheit, eine harmonische Mensch-Hund-Verständigung zu entwickeln.

(und jeder Hund innerhalb der Rasse ist wiederum einzigartig)

Hunde sind Lebewesen und keine Prestige- oder Sportobjekte, Spielzeuge oder gar Waffen. Wenn man den Hund als das Wesen sieht, was er ist und Hund Hund sein lässt, ist für ein glückliches Zusammenleben bereits die beste Basis geschaffen.

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