Sirius Hundeschule

Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

Sirius Hundeschule

Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

Sirius Hundeschule

Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

Sirius Hundeschule

Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

Sirius Hundeschule

Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

Sirius Hundeschule

Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

Sirius Hundeschule

Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

Wenn der Mensch sich wieder beginnt zu fragen, was natürlich ist und was nicht, so hat er gute Karten, sich dem Glück seines Hundes anzunähern.

Beatrice Schafer

Vermutlich denken die meisten Menschen bei „Vermenschlichung des Hundes“, dass es dabei um teure Accessoires, Frisuren für Hunde bis hin zum Fellfärben etc. geht. Dies sind nur Teilaspekte. Vielmehr beginnt die Vermenschlichung des Hundes da, wo der Mensch über den Hund etwas bei sich zu kompensieren versucht.

Dies kann erfolgen,

  • wenn Ziele oder Wünsche auf den Hund projiziert werden
  • bei Kompensation von seelischen Bedürfnissen des Menschen

Es ist nichts Verkehrtes dabei, mit seinem Hund eine innige Beziehung einzugehen. Wichtig dabei ist, dass der Hund dabei nicht auf der Strecke bleibt. Er soll Hund sein dürfen und vor allem soll er seine Instinkte artgerecht ausleben dürfen (s. dazu meinen Artikel „was macht der Mensch aus dem Hund“).

Einer der meist gehörten Sätze von Kunden im Erstgespräch ist: „Mein Ziel ist es, dass mein Hund …. kann“. Wer nett formuliert sagt, „mein Wunsch ist es, dass mein Hund mit mir zusammen dies oder das macht“. Im Endeffekt ist es das gleiche.

Bei diesen Sätzen fallen mir gleich die Zielsetzungen meiner Eltern ein, welche sie für mich formuliert hatten. Ich kann den Druck nachempfinden, welcher damals auf mich ausgelöst wurde. Ich spüre wieder die Frustration, wenn es mir nicht gelungen ist, ihre Ziele und Wünsche zu erfüllen, weil es einfach nicht mein Ding war. Und dann kamen die Schuldzuweisungen.

Wenn ich diese Situation nun von Mensch zu Mensch vergleiche, passt das für mich genauso zu den Hunden. Hunde haben sich mittlerweile so sehr an den Menschen gebunden, wie dies Kinder tun. Und sie besitzen ein limbisches System, also haben sie diese Empfindungen wie Frustration, Unsicherheit, Angst, Druck, ebenfalls. Was Hunde nicht haben, sind Zielsetzungen und sie weisen auch keine Schuld zu. Also können sie das alles gar nicht verstehen. Sie sind immer klar in ihren Ansagen und dann ist die Situation für sie abgeschlossen. Hunde bleiben Hunde, auch wenn sie sich emotional stark an den Menschen gebunden haben. Hunde möchten als diese gesehen werden und ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden.

Und jetzt komme ich wieder zu dem sensationellen Spruch von Beatrice Schafer. Wenn der Mensch sich wieder besinnt, was zur Natürlichkeit seines Hundes gehört, dann ist er auf dem rechten Weg, sich dem Glück seines Hundes zu nähern.

Was bedeutet das für den Hund? Er mag am liebsten, die Zeit mit seinem Menschen in natürlichem Umfeld zu verbringen. Er begleitet ihn auch gerne in den Ferien und teilt die schönen Erlebnisse, die sie gemeinsam erleben. Er liebt es, seine Nase einsetzen zu können. Einen gut riechenden neuen Spaziergang reicht da schon völlig aus. Und, er verbringt gerne die Zeit in der Nähe seines Menschen, pflegt den sozialen Austausch mit ihm. Was für den Hund auch wichtig ist, sind seine Ruhezeiten, zu welchen er sich zurückziehen darf. Aber das allerwichtigste für den Hund ist, dass er sich verstanden fühlt. Das ist die Basis für eine echte vertrauensvolle Beziehung. Vertrauen kann nicht konditioniert werden, Vertrauen erlangt man auch nicht über Kommandos oder durch Bestechung von Futter, Vertrauen muss man sich verdienen, in dem man dem Hund das Gefühl von Sicherheit und Verständnis entgegen bringen kann.

Dazu braucht es keine aufwändigen Trainings, dazu braucht es nur ein bisschen gesunden Menschenverstand, Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft, seinen Hund über sein ihm angeborenes Ausdrucksverhalten verstehen zu können.

Hunden wird mit einem einfachen Weg viel erspart. Sie brauchen keine konditionierte Entspannung, weil der Mensch seinen Hund so führt, dass er sich nicht aufregen muss. Sie benötigen keine Physiotherapie, weil sie kein Sportgerät sind. Sie brauchen keine Verhaltenstrainings, weil der Mensch nicht versucht hat, aus dem Hund etwas anderes als einen Hund zu machen.

Menschen, welchen diese einfache Begleitung ihres Hundes zu langweilig ist, sollten sich fragen, ob der Hund auch wirklich der richtige Begleiter in ihrem Leben ist.

Lebensqualität ist, wenn es Mensch und Hund gut geht. Der Mensch kann sehr viel Lebensqualität gewinnen, wenn er sich auf die natürlichen Grundbedürfnisse seines Hundes einlässt. Und er nähert sich dem Glück seines Hundes an.