Sirius Hundeschule

Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

Sirius Hundeschule

Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

Sirius Hundeschule

Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

Sirius Hundeschule

Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

Sirius Hundeschule

Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

Sirius Hundeschule

Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

Sirius Hundeschule

Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

Ich habe mir eine Auflistung von allen möglichen Arten der Hundebegegnungen auf meinen Spaziergängen gemacht. Die Variantenvielfalt ist erstaunlich. Ich habe mich gefragt, wie Menschen wohl zu diesem Ideenreichtum kommen.

Oft beobachte ich, dass

  • der Hund an kurzer Leine geführt wird und jedes Mal wenn er auch nur ansatzweise seine Nase zum Schnüffeln auf den Boden halten will, ungeduldig weggezerrt wird.
  • der Hund zwar an einer langen Leine geführt wird, der Mensch sich aber auf dem Rücken seines Pferdes befindet.
  • der Hund angeleint an der Seite seines Halters mitjoggen muss.
  • der Hund angeleint an einer Halterung am Fahrrad mitlaufen muss.

Dann gibt es die andere Seite, Hunde laufen frei, während

  • die Halter am Handy telefonieren
  • ihr Halter auf dem Pferd sitzt
  • der Halter Fahrrad fährt oder joggt
  • sich mehrere Hundehalterinnen zum Spaziergang treffen, sich austauschen und dabei die Hunde es selber regeln lassen
  • der Halter mit dem Auto hinterher fährt (!!!)

Es gibt auch Orte, von denen ich auf die Minute genau sagen könnte, welche Halter mit ihrem Hund/Rudel dort spazieren. Tagtäglich wird der gleiche Weg gelaufen, der Hund meistens hunderte von Metern voraus, weil er ja genau weiss, wo es lang geht (in dieser Situation habe ich wenigstens den Vorteil, dass ich die Begegnung suchen oder ihr ausweichen kann…).

Diese Erfahrungen sind keine Einzelfälle, das ist der Alltag in der Region in der Schweiz, wo ich wohne. Das sind die Situationen, auf die ich mich auf den Spaziergängen mit meinem Hund immer einstellen darf und die es für ihn gilt zu bewältigen – mit ihnen klar zu kommen.

In der ersten Gruppe meiner Beobachtungen hat der Hund überhaupt keine Möglichkeit, sich mit Schnüffeln zu beschäftigen, seine Umwelt kennenzulernen. Weder auf seine Gesundheit noch auf sein natürliches Bedürfnis, dem Schnüffeln, wird Rücksicht genommen. Zum Versäubern bleibt nur kurz Zeit. Der Mensch verrichtet hauptsächlich sein Hobby. Er ist dabei weder in Gedanken noch mit den Gefühlen bei seinem Hund.

In der zweiten Gruppe gehen die Menschen auch primär ihren Bedürfnissen nach, lassen den Hund dabei aber frei/alles selber regeln. Auch in diesen Situationen sind sie nicht bei ihrem Hund. Abgelenkt durch andere Tätigkeiten, können sie in entsprechenden Situationen nur noch zu spät oder gar nicht mehr handeln. Hundebegegnungen solcher Art sind für Aussenstehende sehr schwierig, weil sie ja einerseits auf den freilaufenden Hund, andererseits noch auf Fahrrad, Jogger, Pferd oder gar Auto Rücksicht nehmen müssen.

Natürlich gibt es sehr viele positive und schöne Erlebnisse auf meinen Spaziergängen. Mit dem Aufzeigen meiner Beobachtungen möchte ich lediglich verdeutlichen, was sich viele Menschen gar nicht bewusst sind oder es nicht besser wissen. In den Hundeschulen wird manchmal auch vermittelt „der Mensch gehe mit dem Hund spazieren, nicht der Hund mit dem Mensch“. Natürlich kann der Hund nicht überall hingehen, wo er möchte. Aber in erster Linie sollte der Spaziergang doch ihm gelten, es ist ja SEINE ZEIT mit seinem Menschen zusammen und sollte nicht nur auf seine Versäuberung reduziert werden. Also muss es bei einer solchen Aussage schlussendlich darum gehen, wo die Spaziergänge für den Hund sicher und so ausgerichtet sind, dass er schnüffeln darf. Hier liegt die Aufgabe bei den Haltern, ihren Hund entsprechend einfühlsam zu führen.

Spaziergang – warum? Darum geht‘s

Halter und Hund gehen GEMEINSAM auf den Spaziergang, d.h. der Halter ist auf seinen Hund eingestellt, beobachtet ihn, ist mit dem Herzen bei ihm. Es wird etwas zusammen unternommen. Das kann gemeinsames Beobachten, eine kleine Fährte, die ausgelegt wird, etwas das man zusammen findet oder ein gemeinsames Spiel sein. Zudem soll der Hund die Möglichkeit erhalten, sich in Ruhe versäubern, schnüffeln und seine Umgebung erkunden zu können. Er soll die Wahl haben, ob er eine Hundebegegnung wünscht (wenn der andere Hund und sein Halter es auch wollen!) oder nicht.

So wie wir Menschen auch gerne Abwechslung im Leben haben, so sehr liebt ein Hund auch Abwechslung in der Art seiner Spaziergängen. Man kann z.B. eine Route von der anderen Seite anlaufen, da hat man schon zwei. Wählt man dazu noch 3 weitere Routen ergeben sich schon 8 unterschiedliche Spazierwege. Zwischendurch einen Weg in einer neuen Region gehen, das ist immer ein Highlight, jedenfalls für meinen Hund. Mit Hunden, die gerne baden, kann man ja auch ab und zu an ein Gewässer gehen.

Die Möglichkeiten sind unendlich. Was für den Hund eine Abwechslung ist, ist auch für den Menschen eine. Die Spaziergänge sind dann für beide Seiten keine Routine mehr, bringen Freude und schaffen eine Beziehung/Bindung zwischen Mensch und Hund.