Sirius Hundeschule

Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

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Endlich ist es so weit. Der Welpe zieht ein. Vielleicht hatte er bereits vorher Kontakt zu seiner neuen Familie, vielleicht war das aber auch nicht möglich gewesen. Ob so oder so; der Welpe wird an diesem Tag von seiner Mutter und seinen Wurfgeschwistern getrennt. Das ist ein einschneidender Schritt im Leben eines jeden Welpen. Der Welpe wird seine Mutter und die Geschwister vermissen. Es liegt nun daran, ihm den Schritt in die neue Heimat so einfach wie möglich zu machen.

Einrichten der Wohnung
Die Wohnung sollte so eingerichtet werden, dass sich der Welpe gefahrlos, frei bewegen kann und die neue Umgebung erkunden darf. Alles was dem Menschen lieb und teuer ist, sollte weggesperrt werden. Der Welpe soll die neuen Eindrücke beschnüffeln und erkunden dürfen, ohne dass man bereits mit „Pfui“ und „Nein“ agieren muss.

Zeit und Ruhe
Der Welpe soll in Ruhe und in seinem Tempo die neue Umgebung erkunden und die Familie kennen lernen dürfen. Zu diesem Zeitpunkt bereits Gäste einzuladen, sollte vermieden werden, auch wenn die Verlockung gross ist, den Welpen voller Stolz der Welt zu präsentieren. Wenn sich der Welpe zurückzieht und schläft, muss ihm seine Ruhe gelassen werden. Er verarbeitet so auch seine neuen Eindrücke. In Ruhe lassen heisst, nicht berühren! Das gilt für Erwachsene ebenso wie für Kinder! Der Welpe ist kein Kuscheltier sondern ein Lebewesen. Wenn Babies schlafen, käme es ja auch niemandem in den Sinn, diese während des Schlafes zu stören um mit ihnen zu kuscheln.

Die ersten Nächte
Die ersten Nächte sind für Welpen schwierig. Es fehlen die Geschwister, das Ineinanderkuscheln. Der Welpe wird nicht die ganze Nacht durchschlafen. Wenn er aufwacht sollte er nicht alleine sein. Er wird verängstigt sein und dies auch laut kundtun. Angst bedeutet Stress.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die ersten Nächte:

  • Eine Matratze auf den Boden legen und beim Welpen übernachten.
  • Den Welpen in einer geöffneten Box auf das Bett nehmen
  • Den Welpen in einer nach oben geöffneten grossen Schachtel (weich gepolstert) neben das Bett nehmen
  • Den Welpen zu sich ins Bett nehmen (er wird dabei nicht lernen, das Bett sein Eigen zu nennen!).

Wenn der Welpe in der Nähe liegt, merkt man auch, wann er mal für „kleine Welpen“ muss. Jeder Mensch entscheidet für sich, was für ihn stimmt. Nichts von vorstehend Genanntem ist falsch. Der Welpe kann sich einige Tage später sehr gut an sein eigenes Bettchen gewöhnen, dann wenn er Fuss gefasst und Sicherheit in seinem neuen Heim gefunden hat.

Stubenreinheit
Welpen benötigen unterschiedlich viel Zeit für die Stubenreinheit. Auch hier kann wieder mit Menschenkinder verglichen werden. Welpen haben aber den Wunsch, ihr Nest sauber zu halten. Es liegt also an uns, ihnen zu zeigen, dass das Haus ihr Nest ist und sie in der Stubenreinheit zu unterstützen. Welpen haben Gewohnheiten, wann sie pinkeln müssen.

  • Wenn sie eine volle Blase haben
  • Nach dem Essen
  • Nach dem Schlafen
  • Nach dem Spielen
  • Nach Schmuseeinheiten mit dem Menschen
  • Wenn jemand nach Hause kommt (Familie oder Gäste)

Der Welpe ist noch nicht in der Lage, sein Pipi zurückzuhalten. Wenn er muss, dann läuft es einfach.
Man kann aber nach den vorstehend genannten kritischen Momenten mit dem Welpen rasch hinausgehen. Wer das Verhalten/die Körpersprache seines Welpen beobachtet, wird sehr schnell herausfinden, wann es wieder so weit ist. Mein Hund z.B. hat immer während einer Aktion plötzlich angefangen auf dem Boden zu schnüffeln und ein Plätzchen für sein Geschäft zu suchen. Habe ich da schnell reagiert, konnte ich ihn noch gerade rechtzeitig nach draussen führen. Helfen tut auch ein geregelter Tagesablauf. Die Zeit zwischen den Versäuberungsgelegenheiten kann mit zunehmendem Alter des Welpen erhöht werden. Achtung: Mit nach draussen gehen, meine ich nicht spazieren gehen. Der Versäuberungsplatz muss in der Nähe der Wohnung liegen! Am Anfang wären das zu viele Spaziergänge.
Wichtig: Wenn ein Häufchen oder ein Seelein in der Wohnung geputzt werden muss, sollte dies wortlos geschehen. Der Fokus wird so nicht auf das „Geschäft“ gerichtet. Der Welpe hat nichts falsch gemacht. Also wären jegliche Strafen oder Schimpfereien falsch, er könnte dies gar nicht verstehen. Wenn man muss, dann muss man halt, ist bei uns ja auch so. Hingegen darf man ruhig ein „fein gemacht“ sagen, wenn er sein Geschäft ausserhalb des Hauses erledigt hat.

Spaziergänge
Die Richtwerte sind:

  • Ca. 5 Minuten pro Monat dazugeben ab dem Alter von 3 Monaten. Beginnen tut man mit Spaziergängen von 10 Minuten pro Tag. Sind 40 Minuten erreicht, dabei bleiben, bis der Hund ausgewachsen ist.
  • 1 Minute pro Lebenswoche, ab 40 Minuten wie vorstehend erwähnt.

Zu vieles Spazieren kann körperliche Schäden geben.

Wer noch nie einen Welpen gehabt hat, weiss spätestens jetzt, dass am Anfang viel Verständnis, Geduld und Liebe für dieses kleine Wesen erforderlich sind. Unbedingt! Der Grundstein für sein späteres Leben wird hier gelegt.