Sirius Hundeschule

Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

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Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

Viele Hundehalter, die einen Hund haben und gut mit ihm zurecht kommen, wünschen sich manchmal einen zweiten Hund. Zusätzlich spielt auch noch der Gedanke mit, seinem Hund einen Spielgefährten zu geben.

Grundsätzlich ist das eine sehr schöne Idee und doch gilt hier, vorgängig gut in sich hineinzuhorchen. Man sollte sich viele mögliche Begebenheiten vor Augen führen, wie

 

  • Zwei Hunde brauchen noch viel mehr Aufmerksamkeit von uns, auch auf den Spaziergängen.
  • Hat man genug Zeit für zwei Hunde? Beide brauchen unabhängig voneinander unsere Aufmerksamkeit, gerecht verteilt.
  • Wer nicht mit seinen Hunden die Ferien verbringen will, wird mehr Mühe haben einen Ferienplatz zu finden.
  • Zwei (aber auch mehrere) Hunde werden ein eingespieltes Team bilden. Hundebegegnungen mit anderen Hunden können plötzlich ein neues Bild zeigen.
  • Was lernt der Hund vom anderen Hund (ist der erste Hund bereits gefestigt genug).
  • Altersunterschied, Grösse und Geschlecht der Hunde: Was passt zusammen und ist es für die Menschenfamilie auch passend (z.B. mag nicht jeder Hund Kinder).

Zweithundehaltende sollten sich bewusst sein, dass sie sich mit den Hunden einzeln beschäftigen müssen, sonst stehen sie plötzlich irgendwo am Rand und einer der Hunde übernimmt die Verantwortung für den anderen, auf seine Weise. Die Verantwortung für beide Hunde sollte immer beim Menschen liegen. Er gibt ihnen einen sicheren Rahmen, setzt ihnen faire Grenzen mit Wahlmöglichkeiten und kann sie in unserer Gesellschaft sicher durchs Leben führen. Beide Hunde sollten das Vertrauen in erster Linie in ihren Menschen aufbauen und nicht in den anderen Hund. Hunde sollten es auf keinen Fall „selber regeln müssen“. Hier entstehen dann oft unliebsame Situationen.

Hunde sollte man auch nicht einfach spielen lassen. Hunde brauchen viel Ruhezeit, auch da braucht es uns Menschen, um zu wild werdende Spiele (was in grösserer Aufregung entsteht) unterbrechen zu können. Spiele zwischen Hunden sollten immer ruhig und in Harmonie verlaufen (Rennspiele verlaufen so, dass die Hunde parallel laufen und ab und zu in einem Bogen ausweichen). Arten sie in Anspringen oder gar Rauferein aus, wird es für die Hunde zuviel.

Kürzlich erzählte mir eine Frau, dass sie zu ihrem zweiten Hund nie die gleiche Bindung hatte wie zum ersten. Als sie den zweiten Hund als Welpe in die Familie nahm, liess sie den erwachsenen Hund den Welpen „erziehen“, was für die ganze Familie eine Erleichterung war. Die Bindung beim jüngeren Hund erfolgte so zum erwachsenen Hund und nicht zu den Menschen. Der ältere Hund hat die Verantwortung für den jüngeren übernommen, dies auch auf den Spaziergängen in Begegnungen zu anderen Hunden klar zum Ausdruck gebracht. Der jüngere Hund hat sich das ganze Leben lang an diesem Hund orientiert, ohne dass das die Familie bemerkt hat. Als dann der ältere Hund gestorben ist, hat es dem jüngeren buchstäblich den Boden unter den Füssen weggezogen.

Hunde lieben Abwechslung, ihnen einfach einen Spielkameraden anzuschaffen, um für sich selber Zeit zu gewinnen, ist der falsche Weg. Sie lesen ihre Zeitung auf den Spaziergängen, dort können sie sich mit anderen Artgenossen austauschen, neue Gerüche/Eindrücke erkunden, kommunizieren. Auf den Spaziergängen lernen sie, mit Situationen klar zu kommen. Sie mögen sinnvolle und artgerechte Beschäftigung, auch mentale Stimulation genannt. Wer denkt, die Bindung entstehe beim Futter geben, irrt. Sie beginnt dort, wo wir gemeinsam etwas mit dem Hund unternehmen, die Welt mit seinen und unseren Augen entdecken und ihm Zeit, Aufmerksamkeit und Liebe schenken. Bei zwei Hunden heisst das alles mal zwei!

Einen Zweithund als Kamerad/Lebensbegleiter für den ersten Hund: Ja, mehr aber auch nicht. Die Begleitung der Hunde und die Verantwortung, ihnen ein artgerechtes und faires Dasein in unserer Gesellschaft zu bieten, liegt beim Menschen. Dies gilt von dem Tag an, wo der Hund in die Obhut der Menschen kommt.