Sirius Hundeschule

Coaching von Mensch mit Hund und Verhaltensarbeit

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Neulich habe ich aus dem Tierwelt-Panorama Folgendes gelesen

Die Reklamationen über herumstreunende Hunde in einer behäbigen Landgemeinde irgendwo in der Schweiz – nennen wir sie Hundiwil – häuften sich. So entschloss sich der Gemeinderat, vom Ortspolizisten eine Warnung aufhängen zu lassen. „wer in Hundiwil seinen Hund frei herumlaufen lässt, der wird erschossen!“ Der Schulmeister machte darauf aufmerksam, dass mit dieser Formulierung der Hundehalter erschossen würde, nicht aber der Hund. Darauf ergänzte die Hundiwiler Behörde kurzerhand: „Wer in Hundiwil seinen Hund frei herumlaufen lässt, der wir erschossen, der Hund!“

Nein, wohl leider kein Scherz, obwohl beim Lesen erst einmal herzhaft gelacht werden darf und zwar über die Behörden von Hundiwil. Das Thema an sich, ist absolut nicht zum Lachen und leider Alltag hier in der Schweiz.

Dieser kleine Text passt sehr gut zu meinem publizierten Artikel Erziehung. Die Erziehung eines Hundes hat nämlich nichts damit zu tun, dass wir ihn einschränken wollen, sondern dass wir ihn sicher durch den Alltag führen können und dazu gehört leider auch der Gesetzes-Dschungel mit all seinen Paragraphen.

Streunende Hunde werden in der Schweiz generell nicht sehr geschätzt. Die Bauern beklagen sich über Hundekot in ihren Graswiesen (Hundekot kann gefährliche Parasiten beherbergen, welche auf das Rindvieh (lebenslang) übertragen wird), lassen gleichzeitig oft aber ihre Hunde einfach herumstreunen – das sind jedenfalls meine Beobachtungen. Viele empfinden das bestimmt als ungerecht, nützen tut dies aber schlussendlich niemandem und schon gar nicht dem Hund. Zählen tut das, was wir selber vorleben. Ich kann verstehen und nachvollziehen, dass Nichthundehalter über Verschmutzungen in ihren Gärten keine Freude aufbringen können, und Spaziergänger nicht gerne in Hundkot treten. Also respektiere ich das auch. Deshalb spaziere ich mit meinen Hund an der Leine durch das Dorf und Kot wird eingesammelt.

Viele fragen sich nun bestimmt, ob eine Dorfgemeinde beschliessen kann, streunende Hunde zu erschiessen.

Hier kann keine genaue Antwort gegeben werden. Jeder Kanton hat seine eigenen Hundegesetze (es lebe der Kantönligeist). Jeder Kanton kann wiederum gewisse Gesetzgebungen auch in die Gemeinden delegieren.

Was im einen Kanton gilt kann im Nachbarskanton schon wieder ganz anders sein, z.B. die Leinenpflicht aber auch die Liste der sogenannt gefährlichen Hunderassen. Hundehaltende tun deshalb gut daran, sich genau zu informieren, wie das Hundegesetz in ihrem Kanton/ihrer Gemeinde aussieht. Es gibt in der Schweiz Kantone, wo es den Behörden erlaubt ist, streunende Hunde zu erschiessen zu lassen (durch Polizei, Wildhüter, Jäger). In anderen Kantonen gilt dies „nur“ für wildernde Hunde (darunter fällt bereits, wenn ein Hund einem Wild nachspringt). Wenn man Kanton wechselt, ist es auch gut zu wissen, ob in diesem Kanton Leinenpflicht gilt. Ich z.B. wohne am Grenzgebiet zum Kanton Bern. Ich spaziere also „freiburgisch“ und „bernisch“. Für mich gelten somit zwei Gesetzgebungen.

Dass es Hunde in unserer Schweizergesellschaft nicht einfach haben, ist aus meinen „persönlichen Gedanken“ zu lesen. Wenn über Hunde politisiert wird, dann wird es offensichtlich ganz schwierig. Unsere Landesregierung war jedenfalls nicht in der Lage, sich über ein nationales Hundegesetz zu einigen. Und deshalb lebt er weiter, der Kantönligeist. Den Hunden wird’s egal sein, so lange wir sie sicher durch ihr Leben führen können.